Carriacou ist Creole und bedeutet – Insel von Riffen umsäumt. Ja und so ist es, es sind überall kleine Riffe und Inselchen und man muss schon schauen wo man segelt und sich bewegt.
Auf jeden Fall sind wir inspiriert überall sofort die Taucherbrille auszupacken.
Die Einheimischen hier heissen Kayaks. Wir sind schon weitere 3 Wochen hier und haben in dieser Zeit 3 „No Movement Weekends“ wegen Corona erlebt. Das bedeutet, dass wir von Freitag 1700 bis Montagmorgen auf dem Schiff bleiben müssen und zwar nur dort. Das Einzige was erlaubt ist rund um das Schiff schwimmen und tauchen.
Was ein recht erträglicher Lockdown ist, wenn Ihr die Buchten von Carriacou sehen würdet. Bis vor 2 Wochen gab es hier noch keinen C Fall, und ja jetzt sind die Leute vorsichtig geworden, es gibt auf der Insel 26 Fälle und auch 1 Todesfsall wegen C bei 6000 Einwohnern. Die Impfquote ist aber nur bei 18%. So nehmen die Leute die Massnahmen schon ernst.




Jetzt ist die Zeit wo Adam schwimmen lernt. Er ist so begeistert das wir mindestens 3 mal am Tag mit Ihm baden müssen und jetzt können wir zusammen mit Ihm rund ums Schiff schwimmen. Er schwimmt ein Stück allein und hält sich dann wieder am Rücken von uns fest. Wir inspizieren die Ankerkette und die winzigen Krebse am Schiffsrumpf.
Badefilmchen mit Adam

Immerhin, das sind ca. 50m. Bald können wir aus seinem Badejackei die ersten Schwimmkörper rausnehmen. Er fängt jetzt auch an Stufe für Stufe auf der Badeleiter höher zu gehen und ins Wasser zu springen!
Becci macht in dieser Zeit den Advanced Open Water Diver – Schein und ist von der Unterwasserwelt hier begeistert – Sie erzählt immer mit leuchtenden Augen was sie gesehen und erlebt hat. Das Naturschutzgebiet hier rund um die Insel bietet eine sehr lebendige Unterwasserwelt und Sie sehen immer Schildkröten, Ammenhaie, Rochen, alle möglichen bunten Fische, Langusten, Korallen und vieles mehr. Natürlich sind sie auch bis 30m Wassertiefe zu einem sagenumwobenen Wrack getaucht! Wir haben jetzt eine Go Pro bestellt um auch diese Unterwassererlebnisse festzuhalten – die kommt dann mit Renate – Beccis Mama und Adams Oma in 10 Tagen mitgeflogen! Adam und ich gehen in dieser Zeit am Strand baden, und dann in ein Café, wo der Adam sein Schläfchen auf meiner Brust hält und ich einen wunderbaren Cafe trinke und die Seele baumeln lasse. Es sind jetzt schon über 4 Stunden, wo Adam ohne die Mama sein kann und auch ohne zu meckern.
Das Hauptverkehrsmittel auf der Insel – die wirklich recht klein ist und nur 6.000 EW hat sind Kleinbusse, die mit Gehupe, egal wo man ist, gefühlt alle 4 Minuten angerauscht kommen. Die Busfahrer sind nicht nur Fahrer sondern Sie sind auch Nachrichtenüberbringer, Kuriere und alles Mögliche sonst, bezahlt wird mit Eiern, Kräutern und Gras und zu 50% auch mit Geld, eine Fahrt über die Halbe Insel kostet ca. 1 Euro und man wird dahingefahren wo man hinwill. Auch wenn das Treiben auf der Insel recht interessant ist so ist das Innenleben in den Bussen oft lebhafter – es dröhnt laut Reaggeamusik und karibischer Groove und die Leute sind freundlich und lustig. Beim Einsteigen werden von jedem die Hände mit Desinfektionsmittel besprüht und man darf da nix essen und trinken Außer der Fahrer, der schiebt sich ständig was in den Mund und ist oft recht voluminös.

Adam fühlt sich da immer recht wohl und schläft schnell ein. Wir fahren öfter damit in die Hauptstadt – nein – Dorf und kaufen da Obst und Gemüse ein und waren da auch schon beim Arzt. Ich habe nämlich eine Art Lösemittelallergie entwickelt, und musste mich behandeln lassen. Der Arzt hat getroffen, und mein wirklich heftiger Hautauschlag ist binnen 3 Tagen abgeheilt, was vorher wie heftige Gürtelrose – konnte es aber nicht sein, weil auch auf den Beinen, aussah.
Mein Körper scheint sensibler geworden zu sein, und wehrt sich gegen den Umgang mit zu heftigen Giften, beim Streichen oder Renovieren!
Uns geht es Gut und ja wir gehen gleich 1 Woche auf die Werft um unser Unterwasserschiff und auch die Bordwand neu zu streichen. Die Werft ist klein und richtig familiär und wir mussten schon 1 Woche warten bis wir drauf können – weil Sie einiges umstellen mussten, damit wir überhaupt Platz haben mit unserem großen Schiff.
30.09.2021 – Pedro Andreas Schiller
3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Es scheint noch ein Paradies zu geben. Ich freue mich mit und gönne es euch von Herzen.
Lieber Andy, liebe Becci und Adam!
Schön scheint ihr es zu haben 🙂 Es hört sich sehr entspannt an. Wir haben/hatten bisher einen wunderschönen Herbst, teilweise sehr warm, die Blätter fangen nun an bunt zu werden – eine Zeit die ich sehr gern habe. Es freut mich, dass es euch gut geht, genießt es – und die Unterwasserwelt hört sich sehr schön an!
LG Anita
Lieber Andy, liebe Becci, lieber Adam!
Danke für eure Reiseberichte. Sie werden für mich immer interessanter und auch faszinierender. Adam‘s Schwimmübungen sind ganz toll und lustig. Auch seine Freude sieht man. Jetzt könnt ihr beide schon wieder viele Sachen mit ihm unternehmen – die werden jeden Tag mehr. Weiterhin soviel Freude. Liebe Grüße Gaby