Aussenborder Janis – Livebands – Windy unser neues Windrad

in Blog, Karibik

Sint Maarten und Saint Martin – der Schiffsbaumarkt der Karibik!

Das sagt schon alles, obwohl die Insel sehr klein ist, ist sie 2 geteilt.

Ein Teil gehört zum Königreich Niederlande und der Andere ist ein französisches Überseegebiet.

Wir legen in Barbuda um 1600 Nachmittags ab und dann beginnt eine ziemliche Rauschefahrt: mit raumem Wind immer zwischen 20 und 30 kn rauschen wir durch die Nacht an Saint Barthelemy vorbei nach Sint Maarten. Ich habe noch nie so viele rote Mastlichter wie in St. Barth an der Küste gesehen.

VolleFluegel fuer die Rauschefahrt

Diese müssen ankernde Schiffe tragen bei einer Masthöhe von mehr als 30 m – nicht nur wegen dem Seeverkehr, sondern auch wegen dem Luftverkehr. Hier südlich von St Barth liegen gefühlt fast alle Luxusjachten der Karibik versammelt mit eben sehr hohen Masten.

Wir kommen schon um 0600 morgens an, und ankern dann vor dem Kanal der unter einer Zugbrücke in den Binnenbereich der Insel führt.

Um 0900 morgens fahren wir direkt mit der Sirena (wir haben ja kein funktionstüchtiges Dhingi) zum Customs an den Steg – die Beamtinnen sind sehr verwundert dass wir hier mit unserem großen Schiff anlegen – sie wissen aber auch keinen Tiefgang… der Steg ist eigentlich nur für Dhingis gebaut – so erledige ich schnell die Zollangelegenheiten und wir fahren schnell wieder raus da wir auch schon 2 mal leicht aufgesessen sind.

Mit der nächsten Brückenöffnung gehen wir dann in die Island Water World Marina.

Vor der Zugbruecke
Adam gibt immer Statusbericht

Vorher ist unser Freund Wolfgang mit uns noch alles abgefahren, und er hat mit mir mit einem Handecholot alle Tiefen ausgemessen. Das war sehr sehr hilfreich und wir können dann sicher einfahren – wenngleich der Liegeplatz sehr sehr eng ist, er ist 4,5 m breit und unser Schiff 4,40 m nein 4,5 m weil wir mussten uns förmlich reinzwängen.

Voller Einkaufsfreude gehe ich dann mit Adam zusammen den neuen Außenborder ordern – Yamaha Enduro 15 PS! Wir bekommen ihn morgen früh und können Ihr direkt an unser frisch geputztes Dinghi ranschrauben – ein neues Lebensgefühl, wir sind wieder beweglich, auch wenn es die nächsten 2 Wochen ein wenig qualvoll ist, weil wir den Motor sanft einfahren müssen und nicht zu viel Gas geben dürfen. Der neue Motor bekommt recht schnell den Namen Janis, weil sein Röhren an die süße Stimme von Janis Joplin erinnert.

Becci und Adam machen das Dinghy sauber

Da wir das ganze Wochenende in der Marina verbringen, fällt uns noch das eine oder andere ins Auge was wir schon immer gerne haben wollten… Vor allem ein Windrad und eine WLAN Antenne und auch eine Lade-Inverter-Kombination. Gleich am Montag und Dienstag kaufen wir so viel ein dass wir gleich nochmal zusätzlich für 500$ gratis einkaufen dürfen (10%) tja und jetzt müssen wir noch ein paar Tage bleiben bis alles montiert und angeschlossen ist und das Windrad auch auf einer Halterung montiert ist. Diese gibt es hier nicht von der Stange und ich denke mir selber eine aus, mache eine Zeichnung und sie wird auch so vorgefertigt wie geplant und dann von FKG dem INOX Betrieb in St Maarten gefertigt und montiert. Der Betrieb baut uns auch den verlorenen Dolphinstriker und sorgt dafür dass unser Ruderspiel beseitigt wird. Ich muss die Bauteile immer ausbauen und dann wieder einbauen. Aber ja nach 2 Tagen ist alles erledigt und wir können aus der Bucht ausfahren.

Fertig montiertes Windrad

Wir genießen das MultiKultitreiben hier und ich bin bei meiner Papa-Adam-Stunde immer wieder in Kneipen zum Safttrinken mit Adam, da ist dann eine Liveband die gerade alles aufbaut und wir schauen gebannt zu – und ich bekomme Adam nur nach Hause indem ich Ihm verspreche dass wir auch mit Mama hier her gehen.

Nebenbei genießen wir den hier westlichen Flair, wir gehen 2 mal Essen und einmal sogar tanzen – als ich an einem Abend zu Adam ins Bett gehe, kann auch Becci nochmal Ihr Salsa Tanzbein schwingen und wir sind irgendwie glücklich, mal wieder Landluft genossen zu haben.

Wir wollten 1 Woche maximal bleiben und es sind 2 1/2 geworden – wie immer fühlen wir uns dann so heimisch dass wir dann doch länger bleiben. – Aber jetzt los! Wir wollen noch auf die Bahamas!

Ausklariert und irgendwie recht befriedigt fahren wir dann ein letztes mal unter der Brücke durch in den franz. Teil um da zu Ankern und auch noch etwas zu proviantieren, und vor allem ein wenig Internet zu nutzen, das in den niederländischen Teilen nicht funktioniert!

Das war in Sint Maarten eine Qual, es funktionierte nix, also kein mobiles Netz, kein WLan und ich konnte auch keine Überweisungen machen, weil ich auch keine TANs zugesendet bekam. In der heutigen Zeit ist das anstrengend, wenn es kein Netz gibt, vor allem wenn man so wie ich immer wieder etwas in D klären muss, oder ich auch das Netz für meine Arbeit brauche – (um das ganze Geld für die Technik zu verdienen, wobei die Becci hat immer mehr als die Hälfte bezahlt!)

Wir haben in St. Marteen viel Geld liegen gelassen, haben aber unser Energieproblem nachhaltig gelöst –  jetzt mit Solar, Wind und Hydrogenerator, haben eine LadeInverterkombi, die stark und sicher ist und in Zukunft auch unseren Wassermacher betreiben kann. Es ist super auf einem Schiff zu fahren, wo das Technische jetzt gut funktioniert. Das hat sich auch bewahrheitet, wir können jetzt in die Nacht segeln, und mit Autopilot durch die Nacht steuern, und die Batterien sind durch Wellen- und Windgenerator am morgen voller als am Abend! Wir brauchen keinen Motor mehr starten, um die Batterien zu laden!

Windrad in Aktion

In St. Martin gibt es endlich wieder franz. Käse und Baguette! Als wir ankamen hatten wir ein sonderbares Erlebnis – wir ankerten und sind wohl einem franz. Segler etwas zu nahe gekommen. Noch bevor wir unseren Anker wieder hochnehmen konnten, ist der französische Nachbar schimpfend auf seinem Boot nach vorne gestürmt und hat seinen Anker nach oben geholt, uns weiter beschimpft – obwohl wir das gleiche tun wollten, er war aber schneller und hat schimpfend in einem rasenden Tempo den Ankerplatz verlassen, und auch die Bucht – tja wir haben uns gedacht wie Asterix – die spinnen die Franzosen! 😊

Neben uns liegt seltener weise das gleiche Schiff – auch eine Formosa 51 von einem Litaur Paar mit 2 Riesenhunden (70kg schwer – einer !) die ich mit Adam besuche – Adam bekommt da einen kleinen Lizard (50 cm lang mit Schwanz) in die Hand zum Anschauen, eine Echse die mal 2 m lang wird.

Eine Formosa unter Litauischer Flagge

Wir sind ziemlich beschäftigt mit den Anmeldeformalitäten auf den Bahamas, vor allem weil der Healthpass mit unserem Test – trotz 3 Impfungen nur 3 Tage gilt und wir 5 Tage bis dahin brauchen. Es hat aber alles funktioniert, und wir legen dann – diesmal am Morgen ab in Richtung Puerto Rico!

Herzlich Pedro Andreas Schiller

Einfach nur Barbuda
Auf dem Weg zu den Bahamas

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