Ja wir wurden in Martinique überrascht, von Straßenbarikaden und einem Streik der einheimischen Bevölkerung gegen die Coronamaßnahmen und Impfpflicht der französischen Regierung. Die Supermärkte und Märkte sind leer und die Versorgungslage spitzt sich zu.
So haben wir unser Reiseziel um Kurs 180° nach Süd verändert und segeln mit meiner Schwester Ricky und Ihrem Mann Hans zu den Grenadines, um dann Insel für Insel zu St Vincent zu segeln.
Da kommen wir jetzt doch noch dazu diesen echt karibischen Inselflair zu genießen – wo wir das letzte mal, als wir daran wehmütig vorbeisegelten, gedacht haben, dass uns das entgeht.
Jetzt ist es anders, wir segeln am ersten Tag nach St Anne und dann weiter in die Grand Anse Ahrlet -die sich für uns schon heimatlich anfühlt da Becci hier Ihre Tauchausbildung begann und hier nochmal einen Tauchgang machen wird.
Die Reise steht unter einem guten Zeichen!

– nachdem wir die Segel gesetzt haben, sind schon große Tümmler zu uns geschwommen – 10 min später tanzen dann noch viele Fleckies (Fleckendelphine) in unserer Bugwelle, Sie haben richtig Spaß an unseren 7- 8 kn Fahrt – denn wir werden kräftig vom achterlichen Wind angeschoben – ja, und ich kann auch zum Bug gehen und den Delphinen hallo sagen, zu singen und pfeifen und sie begrüßen und natürlich auch fotografieren, weil der Hans das Schiff steuert. Ihr werdet es nicht glauben, aber das sind die ersten Delphine seit 1 Jahr, die mit uns in der Karibik sind!
Ricky und Hans sind Tante und Onkel von Adam und Adam nennt Sie liebevoll Tanten Ricky und Rrote Task – ja manche Silben werden dann halt noch verändert, wenn Sie nicht gleich gesprochen werden können😊

Gerade wieder mal auf dem Berg mit einem Foto erwischt
Wir kommen gut in unserer Bucht an, und gehen an eine Boje da hier Ankern verboten ist, wegen dem Naturschutzgebiet. Und ja, in der Nacht ist etwas recht Sonderbares passiert. Wir werden durch irgendwas am Heck festgehalten und zwar quer zum Wind mit einer großen Kraft. Da wir es nicht rausfinden konnten, auch nicht durch zahlreiches Runtertauchen und Rumpfabtasten von Hans am morgen – nehmen wir an, dass es das Seeungeheuer der Grand Anse war!
Man merkt hier, dass es eine Kollision zwischen den Fischern gibt – die Fischernetze und Bojen sind direkt(10m) an den Ankerbojen des Marineresorts, so dass man richtig aufpassen muss keine Netze in den Prop zu bekommen. Am nächsten Tag habe ich erfahren, dass 8 Bojen unten am Grund abgeschnitten wurden … und keiner weiß, wer das war – aber es ist offensichtlich – die Segler verdrängen die Fischer und diese behaupten sich durch viele Netze und Fischerbojen, und wer weiß auch durch die eine oder andere nächtliche Tauchaktion.
Man muss schon auch die Fischer verstehen, da Ihnen ja auch Ihr Fanggebiet verkleinert wird, und so viel weg genommen wird…
Am nächsten Tag geht Becci tauchen, und wir treiben uns am Strand rum. Ich gehe mit Adam baden und wie immer hält er dann seinen Mittagsschlaf auf meiner Brust 😍

bis wir alle zum Essen gehen und Freude an dem Tag, in dieser Bucht und Gastfreundschaft haben. Da wir so lange in Martinique waren, fühlt es sich hier ein wenig wie zu Hause an! Nach dem Essen legen wir ab, und rauschen mit 7-8kn Fahrt zu der südlichsten Insel, Union Island, der Grenadines! Von dort aus wollen wir dann Insel für Insel erkunden und langsam hochsegeln zum Ausgangspunkt.