Die gute Nachricht zuerst: Wir sind heile auf Carriacou angekommen und liegen momentan in der Quarantänezone und warten darauf, dass unsere PCR-Test-Ergebnisse ankommen. Sobald wir negative Ergebnisse haben, sind wir frei, Carriacou zu erkunden.
Der Abschied von Martinique war jetzt irgendwie doch recht schnell nach dieser langen Zeit, die wir dort verbracht haben. Wir waren tatsächlich 8 Monate dort. Und das, nachdem wir ursprünglich nur für 2 Wochen dableiben wollten. Das Leben ist doch immer wieder für Überraschungen gut!
Interessanterweise mussten wir uns richtig dafür entscheiden, jetzt zu starten. Kurz haben wir tatsächlich überlegt, ob wir nicht doch einfach die Hurrikansaison auf Martinique bleiben. Aber uns war dann recht schnell klar, dass wir wieder in Bewegung kommen müssen.
Für die Reise nach Carriacou brauchten wir neben unseren Impfpässen noch jeweils einen negativen PCR-Test.
Eigentlich wollten wir uns am Freitag testen lassen und am Montag losfahren, aber dummerweise ging irgendwie die e-mail mit dem Termin bei uns unter, so dass wir die Möglichkeit am Freitag verpasst haben. Also gab es erst am Montag die nächste Möglichkeit. Im Nachhinein war das auch gut so, da ich am Samstag glatt noch unseren Geldbeutel auf dem Markt hab liegenlassen. Sonntag und Montag war dort zu, so dass wir erst am Dienstag gucken konnten, ob die Marktfrauen ihn mitgenommen hatten und wir ihn so wiederbekommen würden. Wir waren schwer am überlegen, ob wir vertrauen und die Karte nicht sperren oder ob wir sie sperren sollen. Letztendlich haben wir die Karte nicht gesperrt aber alles Geld vom Konto genommen, damit niemand Schindluder mit der Karte treiben kann. Und am Dienstag haben wir mit großer Erleichterung unsere EC-Karte wiederbekommen. Die Marktfrauen (die sehr verliebt in Adam sind und ihm immer Obst schenken) waren auch total erleichtert, dass sie uns den Geldbeutel wiedergeben konnten. Das Vertrauen hat sich gelohnt.
Danach haben wir die Sirena klar für die Reise gemacht und sind noch zur Tankstelle, um Diesel, Benzin und Wasser zu tanken. Doch wie ständig im Lockdown hatten sich die Öffnungszeiten mal wieder geändert. Statt bis 13:00 hatte die Tankstelle nur noch bis 12:00 offen. Es war allerdings schon 12:10 und Pedro konnte den Tankwart nur noch erweichen, uns Wasser zu verkaufen. So sind wir mit recht leeren Treibstofftanks endlich gestartet.
Wir waren schon ein bisschen aufgeregt, da das unsere erste Tour zu dritt war, die auch eine Nachtfahrt beinhaltete. Wir haben uns diesmal recht gut vorbereitet, mit vorgekochtem Essen (weil am ersten Tag ist Adam immer schlecht und ich muss die ganze Zeit mit ihm unter Deck sein und dann wird mir auch irgendwann schlecht), bereitgelegten Wechselklamotten für Adam und einem Plan für die Nacht.

Und dann war Adam supergut drauf und ist an Bord rumgelaufen und hat garnicht gekotzt. Und ich demnach auch nicht. Und das trotz durchaus vorhandenem Seegang. Wir waren total überrascht! Die Nachtfahrt hat gut funktioniert. Ich habe die ersten paar Stunden gewacht, da Adam normalerweise die erste Hälfte der Nacht ruhiger ohne Mama schläft. Pedro hat dann die restliche Nacht gewacht.
Vorbei an St. Vincent und den Grenadines, wo es noch immer auch in 10 km Entfernung sehr stark nach Schwefel roch, obwohl der Vulkanausbruch jetzt schon 5 Monate her ist!
Wir segelten meist mit Klüver, Fock, das Groß im 2. Reff und Besan, so ist unsere Sirena bei 5-6 Bft Wind sehr gut und sicher gelaufen.
Und so sind wir mit meistens 7-8 Knoten in Richtung Carriacou gedüst. Wir haben 22 Stunden für 135 sm (ca. 250km) gebraucht, und sind Mittwoch Vormittag angekommen.
Es ist ganzschön angenehm, wieder in einem Land zu sein, wo wir die Landessprache verstehen! Das macht vieles einfacher. Und natürlich ist es ein Wahnsinnsgefühl, wieder beweglich zu sein. Von Carriacou haben wir bisher noch nichts gesehen, da werden wir dann drüber berichten, sobald wir aus der Quarantäne raus sind.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort
Das freut mich, dass ihr gut angekommen seid in Carriacou. Viel Freude beim Erkunden! LG Anita