1 Woche auf die Werft – Kommunikation mit Tieren funktioniert doch!

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Auf unserem Rumpf an der Wasserlinie haben sich unzählig kleine Krebse angesiedelt. Die Tage vor der Werft haben wir mehrmals am Tag immer mit Ihnen geredet und Ihnen eindringlich gesagt, dass Sie sich ein anderes Zu Hause suchen müssen, weil Sie sonst beim Rauskranen sterben. Es schien so dass Sie das nicht beeindruckt und Sie bleiben. Dann an jenem Morgen, wo es losging, waren Sie am Ankerplatz noch da und haben sich am Schiff festgehalten – nach der Einfahrt in die Kran Box habe ich beängstigt auf die Wasserlinie des Rumpfes geschaut da jetzt gleich das Massensterben beginnen wird.– und siehe da- die kleinen Krabben haben auf uns gehört !!!! Es war keine mehr da!

Es könnte sehr viel Leid verhindert werden, wenn man mit Tieren spricht, sie informiert, bevor was Schlimmes passiert – z. B. vor dem geplanten Delphinmassaker in den Feriör Inseln.- Es wäre kein Massaker wenn die Delphine da einfach nicht hinschwimmen und vorher abhauen würden!

auf dem Weg zur Werft gefilmt von Becci

Ja einmal im Jahr muss es trotzdem sein – wir gehen 1 Woche auf die Werft Carriacou Marine LTDin Carriacou Steuerbords in der Tyrellbay.

Wir wollten ja schon eine Woche früher – aber beim ersten Versuch des Rauskranens hat und der Kranführer gesagt, dass er unser Schiff nicht auf der Werft gedreht bekommt und er einiges umstellen muss, bis es so weit ist.

Tja dann ging es doch los wir kamen am 28.09 an den Haken. Der Einsatz der Arbeiter und des Kranführers in dieser Marina ist hoch. Hier zieht sich der Kranführer selbst die Taucherbrille an und Schaut sich die Lage der Gurte im Wasser höchstpersönlich an und befestigt auch noch Unter Wasser selber Sicherheitsleinen. Wir gehen mit unserem Bootsgewicht an die Grenze des Machbaren – weil wir wiegen 26t. Die Länge ist 15,60 m aber mit Anhängen 19,5 m und so ist es ein Kunststück uns rauszuheben und zu platzieren.

Auf dem Weg zur Werft

Aber ich muss sagen es ist alles recht gut und souverän gelungen. Das Pressurewashing erledigt die Marina und dann wird die Sirena aufgebockt.

Rauskranen ist manchmal difizil
Der Platz ist gefunden

Wir haben geplant das Unterwasserschiff zu reinigen und neues Antifouling zu streichen, das Überwasserschiff auch neu zu streichen, das Propellerwellenlager außen zu erneuern und was sonst noch so ansteht.

Als die Sirena rauskommt stellt sich raus dass im Bugbereich an der Wasserlinie einige Osmosebläschen sind. Diese steche und schleife ich auf, und es sind dann schon 50 Stück geworden. Die Bläschen werden ausgetrocknet und dann mit Epoxy neu verfüllt, geschliffen und gespachtelt so dass die Sirena auch in Zukunft stabil und gut in Shape ist.

Für das Abziehen des Propellers braucht es ein hydraulisches Gerät und es werden 50 t benötigt! Das Wellenlager ist zwar von einer Leine, die wir uns mal eingefangen hatten, etwas kürzer geworden ist aber sonst gut intakt – es gibt auch auf der Insel kein passendes Ersatzteil.

Wir schleifen, streichen und Kleben ab und streichen und kleben ab uns streichen wir eine Woche lang und – ja wir haben es geschafft – Sirena kann nach 8 Tagen wieder zurück in Ihre nasse Heimat.

Die Werft ist zwar günstig, aber die Farbe ist sehr teuer und kostet ca. das 3-fache wie in Deutschland – wir haben insgesamt 2.000 Euro an Bewuchs Schutz und Lackfarben verstrichen – auch in der Hoffnung dass das ein bisschen besser hält wie vorher.

Ich hatte bis dahin das günstigste Antifouling verstrichen – das aber gepaart mit unseren langen Boje Liegezeiten in Martinique schon zu Bewuchs geführt hatte. Jetzt ist das teuerste ever drauf und wir werden über den Unterschied berichten.

Ja und wir wollen – wenn wir zurück in Deutschland sind, endlich auf ein ungiftiges System umsteigen – das ist eine Herzensangelegenheit. Es gibt Beschichtungssysteme, die dem Getier vorgaukeln, dass das alles ja Wasser ist und Sie sich so nicht ansiedeln wollen. Diese Systeme sind ungiftig und aus meiner Sicht die Zukunft.,

Adam ist vom Laufrad begeistert das ihm sein Freund Lou leiht

Adam fühlt sich auf der Werft recht wohl und es ist auch wirklich interessant – neben  der Kran Bahn gibt es eine kleine Sandbank – hier treiben sich ca. 10 Pelikane rum und unsere Lieblingsbeschäftigung ist diese Pelikane aufzustöbern. Auf dem Weg dahin begegnen wir einer toten kleinen Krabbe und Adam ist zum ersten mal mit dem Tod beschäftigt – wir müssen da ungefähr 20 mal hinlaufen immer und immer wieder. Dann habe ich Sie gesichert und Becci hat Sie am letzten morgen mit Ihm begraben – das fand er nicht so gut und so entschieden sich die beiden für eine Seebestattung und haben die Krabbe ins Meer zurück gegeben gegeben.

Auch bei der Arbeit wird gestillt!

In der zweiten Hälfte der Woche funktioniert es, dass wir uns bei der Arbeit abwechseln und Becci auch am Schiff arbeitet und Adam mit mir unterwegs ist – so läuft es ganz gut dass immer jemand arbeitet. Mir ist der Kinderdienst lieber – weil es einfach lustiger mit dem Adam ist – und für Becci ist es super wieder was zu arbeiteten. Adam bekommt auf der Werft 2 Backenzähne und macht dafür wirklich wenig Theater – er hat Sie mir immer ganz stolz gezeigt, wie Sie raus waren!

Frisch lackiertes Heck!
Das Schiff ist ganz schon groß für den Kran

Leider ist das Restaurant in der Werft C bedingt geschlossen und öffnet erst am Tag des wieder zurück ins Wasserkranens wieder.

Wir schauen lieber, dass wir wieder flott werden, weil wir schon am Donnerstag als in 2 Tagen nach Grenada segeln wollen um die Oma von Adam – die Renate abzuholen. Dafür brauchen wir auch noch ein Permit, das ich beantragt habe. – Ist dann auch schon nach 24 Stunden da.

Alles in allem war es ein geglückter, wenn auch mal wieder ein wenig teurer Werftbesuch. Für mich war es auch gut jetzt fertig zu werden, weil sich mein Haut mit der Lösemittelallergie wieder zu melden beginnt – und sich jetzt beruhigen kann. Wir sind froh wieder im Waser zu sein !

Wieder im Wasser, Wassertanken und dann los!

28.09-05.10 Pedro Andreas Schiller

 

Carriacou – und die Kayaks
Riesige vertrauensvolle Fische und schnelles Segeln nach Grenada

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